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Geschichten

Mitropa Cup

12. März 2017, Autor: Rabona 1976

Dienstags und mittwochs 20.45 Uhr Champions League, donnerstags 19.00 und 21.05 Uhr Europa League. Jeder kennt diese Anstoßzeiten und freut sich auf die Flutlichtspiele unter der Woche. Doch schon mal etwas vom Mitropa Cup gehört?

Nein?! Wir bis vor kurzem auch nicht. Aber ihm verdanken wir letzten Endes die heutigen großen internationalen Abende. Der Mitropa Cup war der erste internationale Vereinspokal und geht zurück auf die Idee von Hugo Meisl, der österreichischen Fußball-Legende. In den ersten Jahren ab 1927 spielten je zwei Teams aus Österreich, Ungarn, der Tschechoslowakei und Jugoslawien gegeneinander. Später dann drei pro Land und es kamen Mannschaften aus der Schweiz, Italien und Rumänien hinzu. Ab 1938 traten österreichische Clubs jedoch nicht mehr an, nachdem Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wurde. Immer diese Deutschen…

An der kuriosesten Geschichte des Mitropa Cups sind wir Deutschen allerdings nicht beteiligt. 1932 wurde AGC Bologna kampflos zum Sieger gekürt, da das Halbfinal Rückspiel zwischen Juventus Turin und Slavia Prag auf Grund von Zuschauerausschreitungen abgebrochen wurde. Nach einer schnellen 2:0 Führung der Tschechien hatten die Spieler von Slavia auf einmal sehr viel Zeit auf dem Feld und verzögerten das Spiel, wann auch immer es möglich war. Das wiederum erzürnte die italienischen Fans so sehr, dass sie anfingen, mit Steinen zu werfen. Das Ende ist bekannt, Spielabbruch und Disqualifikation beider Teams.

Zu dieser Zeit stand der Sport an sich offensichtlich noch über den Dingen. Ein kampfloses Finale im heutigen Millionen-Business Fußball? Undenkbar!